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Open Source Software “schnell mal ausprobieren”
Veröffentlicht am 10. Februar, 2012 von Peter Ihme
Wer kennt das Problem nicht: Man hat gerade etwas über ein neues Open Source Programm gehört und möchte es schnell mal ausprobieren. Doch spätestens bei der Installation verfliegt dann die Euphorie sehr schnell.
Mag sein, dass ich WordPress in nur fünf Minuten installieren kann, aber das klappt nur, wenn ich schon einen Webserver mit PHP und einen MySQL Server lauffähig habe. Vielleicht habe ich die sogar lauffähig, aber ich will nicht meine produktiven Server für den Test eines neuen Programms nutzen. Im Fall von WordPress kann ich mir Xampp herunterladen, das geht noch. Wenn ich ein Ruby Programm habe, das noch Grails braucht, dann ist bei mir die Experimentierfreude schnell vorbei.
Was ich gerne hätte, ist eine Seite, auf der ich Open Source Software, sagen wir mal Drupal, herunterladen und wie eine Einzelanwendung installieren kann. Ich will auch nicht groß konfigurieren und mich nicht in die Administration einarbeiten müssen – ich will das Programm einfach nur ausprobieren!
Eine solche Seite habe ich kürzlich gefunden: http://bitnami.org/stacks
Auf der Seite kann man sich für verschiedene Open Source Applikationen vorgefertigte Bundles herunterladen. Es gibt Bundles für eine lokale Installation, für Disk Images für eine virtuelle Maschine (hat bei mir aber leider nicht funktioniert – ist allerdings vermutlich mein Fehler gewesen, da ich wenig Erfahrungen mit VMs habe) und Images für die Amazon Cloud.
Ich habe mich für eine lokale Installation entschieden. Und es hat alles tadellos funktioniert (getestet auf einem Mac). Apache und MySQL werden in ein eigenes Verzeichnis installiert. Die anderen Systemverzeichnisse werden nicht angetastet. Wenn die Default Ports schon belegt sind, kann man während der Installation andere Ports für die Services angeben. Es gibt eine kleine Steuerungskonsole um die Web- und Datenbankserverprozesse zu stoppen, wenn man die Applikation gerade nicht braucht. Und wenn man nach dem Test feststellt, dass es doch nicht das richtige war, kann man die Anwendung auch wieder deinstallieren.
Wenn man die gewünschte Anwendung nicht in der List der Bundles findet, dann kann man sich zumindest einen LAMP, Django, Ruby, JBoss oder Tomcat Stack herunterladen. Und damit hat man auf dem Weg zur Installation der gewünschten Anwendung schon viele Etappen abgekürzt.
OpenStack entwickelt Open Source Plattform für Cloud Computing
Veröffentlicht am 15. November, 2010 von Peter Ihme
Cloud Computing ist derzeit ein globaler Trend. Beim Cloud Computing stellt ein Anbieter Rechenleistung und Speicherplatz zur Verfügung. Der Nutzer des Cloud Computing kann auf die Ressourcen nach Bedarf zugreifen. Der Nutzer muss sich nicht mehr selber um den Betrieb eines Rechenzentrums oder die Skalierung seiner Anwendungen kümmern.
Ein Stolperstein des Cloud Computing ist derzeit, dass die auf dem Markt angebotenen Lösungen proprietär sind. Anwendungen, die Cloud Computing ausnutzen, werden häufig auf die Schnittstelle und Infrastruktur eines Anbieters hin programmiert. Eine Wechsel zu einem anderen Anbieter ist aufwendig.
OpenStack hat als Ziel, eine Open Source Plattform für Cloud Computing zu schaffen. Hinter dem Projekt steht ein Zusammenschluss von über 30 Unternehmen. Die OpenStack Plattform soll hochgradig skalierbar, sicher und zuverlässig sein.
Es gibt bereits zwei Releases:
Open Stack Compute – Dient der Verwaltung und Überwachung der Ressourcen innerhalb einer Cloud
Open Stack Object Storage – Implemtierung eines riesigen, redundanten und ausfallsicheren Datenspeichers
Die OpenStack Technologie ist frei verfügbar und wird unter der Apache 2.0 Lizenz lizenziert.
Tags: Cloud Computing, OpenStack
